Fußballmanager? Reine Übungssache.

„Du musst unbedingt eine Managerliga spielen, wenn du die Bundesliga richtig kennenlernen willst.“ Das sagten mir viele. Und wollten vermutlich nur einen einfachen Gegner, denn eine vollkommen Ahnungslose Managerliga spielen zu lassen, ist eine besonders perfide Art von Mobbing. Für die Nationalspieler reicht das Geld nicht, und vom Rest hat man noch nie gehört. Dementsprechend kläglich versagte ich in meiner ersten Saison im Kicker-Managerliga-Duell gegen Bayern-Fan Viktor. Treue Blogleser erinnern sich vielleicht an meine Wetteinlösung. Wer die damals nicht gesehen hat, hat Pech gehabt – das konnte ich diesem Internet nicht dauerhaft anvertrauen.

Viktors großer, GROSSER Fehler in der zweiten Saison: Meinen Wandel von Interesse zu Obsession zu unterschätzen. Und wie gut ich die Bundesliga inzwischen kenne. Und die Tatsache, dass ich mit einer Sportjournalistin zusammenlebe, hätte er vielleicht auch einmal näher reflektieren sollen. Ihrem Tipp für mein Revanche-Team verdanke ich beispielsweise die inspirierte Wahl von Ter Stegen für mein Tor. Auf Hummels, Götze, Löwe, Kagawa kam ich natürlich von ganz alleine. Ebenso auf meine Wechsel zum Winter – mit einem gewissen Herrmann, der gleich mit ein paar unbedeutenden Törchen gegen Bayern in die Rückrunde startete. 

Mir fällt schon schwer, diesen Blogpost ohne Häme zum entscheidenden Punkt aufzubauen. Nämlich dem hier – dem Zwischenstand in der Managerliga-Runde, der sich neben Viktor auch noch Blogleser Kai und Lars anschlossen.

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Letzte Saison brachten mir nur zwei Spieler Punkte im dreistelligen Bereich. Jetzt sind es schon fünf, alle von irgendwelchen Mannschaften mit Borussia im Namen. Viktors Top-Punktebringer Christian Fuchs brauchte im bisher – jetzt muss ich mein Lachen grad etwas unterdrücken – 57 Punkte. 

Klar, ich weiß auch, dass mein Erfolg als Fußballmanagerin sich auf dem Erfolg der Gladbacher und Dortmunder begründet. Beziehungsweise auf meinen Instinkt, der mir sagte, dass es bei beiden Teams mit der Hochphase noch nicht vorbei ist. Und der mich zur grausamen Bedingung meines Rematches gegen Viktor führte: Er durfte keine Dortmunder aufstellen, ich keine Bayern. Er sah sich daraufhin wieder haushoch gewinnen. Und – der wirkliche Spaß an der Sache! – schaut jetzt gute Dortmunder Spiele mit doppelter Wehmut. 

Die Meisterschaft kann mir zumindest Viktor nicht mehr streitig machen, Kai gestehe ich noch eine Außenseiter-Chance zu – also mehr als sein HSV so zu bieten hat. Als Revanche schwebt mir jetzt schon vor, dass Viktor mit zur Meisterfeier nach Dortmund kommt. So als Krönung der perfekten Schmach. Was meint ihr?

2 Kommentare

  1. Anonymous · · Antwort

    Obwohl, Lars muss ich wohl auch noch ne Au??enseiterchance einr??umen – da hat aber jemand nochmal aufgeholt. 😉

  2. Haha, das Ding war schon zur Winterpause gelaufen. Du hast sehr gut aufgestellt, Ina. Und damit Deine Obsession deutlich unter Beweis gestellt. Wobei ich anmerken muss, dass ich diese Saison ziemliches Pech hatte. Meine beiden Schalker Torh??ter sind verletzt, G??tze verletzt, Sam verletzt, Holtby verletzt und deshalb erzwungener Transfer zur Winderpause, Wolf in der Winterpause verkauft und deshalb erzwungener Transfer. Mit etwas weniger Pech w??re ich zwar immer noch hinter Dir, aber es w??re enger. Und ein Bayernfan auf einer Dortmunder Meisterfeier? Genial! ;)Aber noch ist die Saison nicht um.

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