Pechkonto aufgebraucht

Dieser Fußball. Unberechenbares Biest. Da erlebt man ein 6:2 im Stadion, pflegt seine blauen Flecken vom Torjubel nach dem genial herausgespielten 4:2 ein paar Tage zu lang, und schon verpasst dieser blöde Fußballgott einem nen Dämpfer, der sich gewaschen hat.

Na gut, dann wird aus einem Blogpost darüber, wie unfassbar großartig der BVB gegen den HSV gespielt hat, halt ein Blogpost darüber, wie unfassbar gemein Fußball ist. Wobei, so überraschend kam das gar nicht. Nach dem Offensivfest vom Samstag Abend erwartete ich sogar einen holprigen Einstieg in die Champions League und hoffte auf ein Unentschieden, wappnete mich aber für eine Niederlage. Der riesige Eimer Pech, den der Fußballgott dann über den schwarzgelben Männern im San Paolo ausschüttete, war aber doch unerwartet. Dass Kloppo irgendwann mal fliegt, ok, kalkuliert man ein. Aber dass Roman vor dem Strafraum munter mit den Händen rumfuchtelt und Mats‘ wohl geformter Hintern einen Tritt abbekommt und danach nicht weiterspielen kann – so viel Blödsinn kann doch eigentlich in einer einzigen Halbzeit nicht passieren.

Wer nach der rabenschwarzen ersten Halbzeit bis zum Ende durchhielt, sah dann aber doch noch den gleichen BVB wie gegen den HSV, wenn auch dezimiert. Zwar hatte Reus sich Samstags offenbar leer gezaubert und nach Mkhitaryan hätte ich gerne eine Vermisstenanzeige aufgegeben, aber guter, altmodischer Kampfgeist wurde ausgepackt. Mein 2:2 Tipp war gar nicht so weit entfernt, hätte dieses dumme Pech nicht so hartnäckig an den 10 tapferen Jungs geklebt.

Pessimismus für die Champions League-Season? Ach, Quatsch. Beim berauschten Hüpfen auf der Süd nach dem 4:2, 5:2, 6:2 gegen den Hamburger Sport Verein oder beim verzweifelten Anschreien des Fernsehers in den letzten Spielminuten gegen den SSC Neapel – das Team gefällt mir richtig, richtig gut. Die Schwächen tragen sich langsam ab, Mkhitaryan finde ich tatsächlich BESSER als Götze und in Aubameyangs Sprints bin ich fast ein wenig verliebt. Nuri spielt sich wieder warm, Ilkay ist auch irgendwann wieder fit, und Rage-Kloppo gehört ebenso dazu wie die Version von Klopp, die mit leuchtenden Augen von Reus‘ Torvorlagen spricht.

Und das Pech für eine ganze Champions League Saison ist bereits aufgebraucht. Kann absolut nichts mehr schiefgehen.

ein Kommentar

  1. Ach Ina, das kommt mir alles sehr bekannt vor – also nicht nur diese Spielwoche, sondern auch die ungeplanten Verzögerungen beim Bloggen und dann ist alles schon wieder ganz anders. 😉 Mag deinen Artikel aber sehr und vor allem das „Pechkonto aufgebraucht“-Fazit. Dass es in Neapel schwer wird, damit hatte ich auch gerechnet. Aber wie die Jungs in der Schlussphase noch mal alles versucht haben, das fand ich schon beeindruckend. Am Mittwoch war’s halt Pech, aber ab jetzt folgt dann halt einfach ganz viel Glück. Und Können und Talent natürlich sowieso. 😉

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